Kyritz an der Knatter - Hansestadt seit dem 13. Jahrhundert

Im Jahre 1237 verliehen die edlen Herren von Plotho Kyritz das Stendaler Stadtrecht. 1259 erhielt die Stadt die Mühlengerechtigkeit und die freie Schiffahrt auf der Jäglitz und der Dosse bis zur Elbe, im Jahre 1287 von Markgraf Johann zudem das Privileg der Zollfreiheit in der gesamten Mark. Auch unter Markgraf Johann erwirbt die Stadt 1316 für 180 Silbermark den Bantikower, den Stolper und den Königsberger See. Noch heute ist die Kyritzer Seenkette mit Strandbad und Insel ein beliebtes Ausflugsziel für die Kyritzer sowie Gäste aus Nah und Fern.
Durch die günstige Lage an mehreren Handelsstraßen nahmen Handel und Gewerbe in Kyritz schon früh einen erheblichen Aufschwung. Die vier ältesten und wichtigsten Zünfte der Stadt waren die Tuchmacher, die Bäcker, die Fleischer und die Schuh­macher. Im Jahre 1610 zählte die Gewandschneidergilde zu Kyritz 300 Mitglieder, die mit den großen Hansestädten Hamburg und Lübeck enge Handelsbeziehungen unter­hielten. Kyritz selbst wird 1417 als Hansestadt benannt. Nach Lübeck wurden vorwie­gend Tuche und das (noch heute in den Gaststätten der Stadt ausgeschenkte) Bier mit dem rauflustigen Namen ,,Mord und Totschlag" ausge­führt. Seit dem 14. August 1993 ist die Stadt im Hansebund der Neuzeit aktiv.

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